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Die Insel Samos und ihre Sehenswürdigkeiten

Samos ist die grünste Insel der Ägäis: Denn hier gibt es durch zahlreiche Quellen und kleine Flüsse reichlich Süßwasser. So prägen Wiesen, Wälder und Felder prägen Insel. Besonders schön ist es hier im Frühjahr, wenn alles blüht. Wer herkommt, kann sich auf den Samos Wein und das Olivenöl freuen.

Hafen auf Samos

Übrigens, Samos ist eine der östlichsten griechischen Inseln im ägäischen Meer, nur einen Kilometer vom türkischen Festland entfernt.

Wer auf Entdeckungstour gehen will, muss nach Sehenswürdigkeiten auf Samos nicht lange suchen: Viele Ruinen aus antiken Zeiten können hier besichtigt werden:

Heraion

Ca 10 Kilometer vor Pythagorio liegt Heraion, die Überreste des gewaltigen Hera-Tempels aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Seinerzeit war sie eine der größten Tempelanlagen Griechenlands, heute steht nur eine Säule noch aufrecht. Daneben gibt es noch einige Überreste zu sehen. Am spannendsten ist jedoch die Größe des Geländes, und die Vorstellung, dass dies alles einmal ein Tempel war. Heute gehört das Heraion zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Gewidmet war die Anlage Hera, der Gattin von Zeus. Sie wurde der Sage nach auf Samos geboren.

Eine der antiken Statuen aus dem Heiligtum kann neben weiteren Fundstücken im Archäologischen Museum von Samos besichtigt werden.

Heraion Tempel auf Samos

Tunnel des Eupalinos

Der Tunnel ist ein echtes Meisterwerk antiker Ingenieurskunst, die darin befindliche Wasserleitung versorgte über 1000 Jahre lang Samos Stadt (heute Pythagório) mit frischem Quellwasser.

550 v. Chr. wuchs die Stadt schnell, die neuen Viertel mussten mit Wasser versorgt werden. Die Quelle lag außerhalb der Stadtmauern, sollte aber die Stadt auch im Falle einer feindlichen Belagerung zuverlässig versorgen. Also plante man eine unterirdische Wasserleitung, deren größtes Problem der Ambelos-Berg war, der durchquert werden musste.

Der Architekt Eupalinos von Megara schaffte diese Meisterleistung, er ließ in ca. 15 Jahren einen 1036 Meter langen waagerechten Tunnel bauen. Werkezeuge waren Hammer und Meißel, die Messinstrumente waren antike Nivelliergeräte, mit deren Hilfe man so genau messen konnte, dass Grabungen von den zwei Tunnelenden möglich waren.

Im Tunnel wurde dann ein Graben ausgehoben, am Eingang ist er 4 Meter tief, am Ausgang 8 Meter, sodass ein Gefälle für das Wasser entstand.

Heute sind 180 Meter des Tunnels für Besucher zugänglich.

Von der Hauptstraße Samos – Pythagorion führt eine kleine Straße (Schild Efpalinos) ab, kurz vor dem Eingang gibt es eine kleine Parkmöglichkeit. Am besten rutschfeste Schuhe tragen, ggf. auch einen Pullover mitbringen.

Im Tunnel des Eupalinos

Panagia Spiliani

Am Hang des Ambelos Hügels über dem Ort Pythagório liegt die Kirche Panagía Spilianí. Die kleine Kirche ist der Jungfrau Maria gewidmet und in eine Höhle in den Felsen gebaut, darin befindet sich eine sagenumwobene Marienikone.

Wer den Berg hinaufgekommen ist, kommt zuerst auf eine Terrasse mit Bänken, man bekommt Getränke und hat eine tolle Aussicht über die Bucht und den Flughafen. Von der Terrasse führen Stufen in die Felsgrotte. Am Ende der Grotte befindet sich eine Quelle mit Wasser, das als heilend gilt.

Pythagorio ist übrigens der touristische Hauptort der Insel. In der direkten Umgebung liegen sehenswerte antike Highlights wie der Tunnel des Eupalinos oder die alte Stadtmauer.

Die antike Stadtmauer von Pythagório

Die Stadtmauer, die die antike Stadt Samos schütze, war über sechs Kilometer lang, 6 Meter hoch, bis zu 5 Meter dick und hatte mehrere Türme. Sie reichte vom Hafen bis hinauf auf den Berg Ambelos. Teile und Spuren dieses antiken massiven Bauwerks sind noch heute zu sehen: Insbesondere auf dem Ambelos-Berg, wo mehrere hundert Meter der Mauer besichtigt werden können.

Höhle des Pytagoras

Der Philosoph und Mathematiker Pythagoras von Samos, ja genau der mit den rechtwinkligen Dreiecken, versteckte sich in einer Höhle, vor der Verfolgung von Tyrann Polykratis. Andere sagen, er hätte die Höhle nur genutzt, um in Ruhe philosophieren zu können. Diese Höhle liegt am Hang des Berges Kerketa im Kerkis Massiv. 320 Stufen führen hinauf.

Der Weg nach oben ist schon steil und beschwerlich: Eine Schotterpiste führt zu einem Parkplatz, von dort ist es noch ein gutes Stück zu Fuß den Berg hinauf. Auf dem Weg kommt man an zwei Monastiris (Kapellen) vorbei.

Wer oben ankommt, wird mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. In die Höhle kommt man einige Meter hinein.

Berge an der Höhle des Pytagoras

Potami Wasserfälle

Es ist eine schöne Wanderung: Vom Ferienort Potami aus (ein Schild weist den Weg) geht ein Wanderweg durch den Wald entlang des Wasserlaufs los. Erstes Zwischenziel ist die älteste byzantinische Kirche der Insel, Chapel of Metamorfosis. Direkt darüber liegt ein byzantinisches Kastell.

Kirche in Potami auf Samos

Weiter geht es auf dem Wanderweg unter schattenspendenden Bäumen, am kleinen Flüsschen entlang, das man mehrmals überquert. Nach ca. 15 Minuten muss das Wasser durch einen Kanal der aufragenden Felswände. Hier zieht man am besten die mitgebrachte Badekleidung an und watet durch das Wasser. Wichtig: Für alle Fälle sollte man schwimmen können.

Am Ende des Kanals liegt ein idyllischer kleiner Wasserfall im Wald. Wer übrigens nicht durch den Kanal hindurch möchte, kann auch die Treppe und den Weg oberhalb der Schlucht nehmen (Schwindelfrei sein ist ein Vorteil).

Potami Wasserfälle auf Samos

Ano Vathy

Ano Vathy ist eine der ältesten Siedlungen der Insel und bietet sich wunderbar für einen Spaziergang durch seine alten Gassen an. Wunderbar sind die alten Häuser, deren Obergeschosse teils über die Gasse ragen sowie die Aussicht, die man von einigen Punkten hat. Die ehemalige Gemeinde gehört heute zur Stadt Samos.

Sehenswert sind die Kirche Ai Yannakis (oberer Ortsrand), die Kirche Christos, die Kirche Agía Matrón und die teilweise über hundert Jahre alten Brunnen.

Hauptstadt der Insel ist Samos Stadt, auch Vathi genannt, das malerisch in einer Bucht auf der Nordostseite der Insel liegt. Wer kann, sollte Ano Vathi oberhalb des Zentrums besuchen, für den Aufstieg wird man durch die Schönheit des Ortes belohnt.

Strände

Es gibt viele wunderschöne Strände, nicht zuletzt deswegen ist die Insel bei Urlaubern (zu Recht) beliebt.

Im Norden gibt es die beliebten Strände von Kokkari, Potami Psili Amos und den langen Strand Mykali. Daneben die ruhigeren Strände Lemonakia, Tsamadou, Tsambou und Agios Konstantinos. Im Süden liegen Kambou, Votsalakia und der "goldenen Strand" Chrysi Ammos.

Kokkari ist ein kleines touristisches Zentrum an der Nordküste. Der Hafen ist sehr schön gelegen, in vielen Tavernen und Cafés kann man hier verweilen. Nahe der Stadt liegen die vielleicht schönsten Strände der Insel.

Strand auf Samos

Karte mit den Sehenswürdigkeiten von Samos

Karte der Sehenswürdigkeiten von Samos

Hinkommen

Samos hat einen Flughafen, Verbindungen gibt es mit Zwischenstopp in Athen. Direktflüge gibt es mit Eurowings* ab Düsseldorf oder Condor ab Frankfurt. Eine gute Übersicht dazu gibt es bei Skyscanner*

Alternativ kann man ab Athen das Schiff nehmen, ab Piräus dauert die Fahrt 9-11 Stunden. Es gibt auch Verbindungen zu anderen Inseln wie Ikaria. Es gibt zwei Häfen, Vathy und Karlovassi. Tickets für Fähren gibt es bei ferriesingreece.com*.


 


 

 

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